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Wie unterscheiden sich die Lettering-Arten?

In meinem letzten Beitrag habe ich die unterschiedlichen Lettering-Arten erwähnt. Durch verschiedene Inspirationen hast du vermutlich schon favorisierte Stile und Effekte. Nur wie werden diese erzeugt? Gibt es vielleicht sogar unterschiedliche Herangehensweisen? Wahrscheinlich möchtest du direkt loslegen. Dennoch glaube ich, dass sich ein bisschen Abwarten lohnt. Ich bin immer sehr schnell frustriert, wenn ich erst mal drauf los male. Stoppen und Recherchieren hat mir geholfen. Versprochen – es dauert nicht so lange!

Handlettering

handlettering-lettering-arten-all-things-craftyZum Handlettering können haushaltsübliche Stifte, wie z. B. Bleistift, Fineliner oder Filzstift benutzt werden. Ebenso sind die Untergründe anspruchslos und flexibel. Am Häufigsten benutzt man wohl Papier. Handlettering funktioniert aber auch hervorragend auf Holz, Keramik oder Glas. Die Geraden und Rundungen der Buchstaben haben die gleiche Strichstärke. Dabei gibt es also keinen optischen Unterschied zwischen Auf- und Abstrichen. Unterschiedlich dicke Minen pro Wort, andere Schriftarten oder -größen erzeugen dennoch Variationen im Gesamtwerk.

Tipp:

Handlettering ist besonders geeignet für den Einstieg. Die Stifthaltung ist dabei noch nicht so wichtig. Man hat in der Regel alles zu Hause, um sofort anzufangen. Mit Handlettering kann man sich erst einmal mit den wichtigsten Formen vertraut machen, bevor man andere Lettering-Arten ausprobiert.

 

Brushlettering

brushlettering-lettering-arten-all-things-craftyBrushlettering wird mit einem Schreibwerkzeug mit flexibler Spitze, wie z. B. Pinselstift (Brushpen) oder einem Pinsel mit Tusche oder Wasserfarbe ausgeführt. Die flexibel Spitze erzeugt unterschiedliche Strichstärken. Die richtige Stifthaltung ist beim Brushlettering essenziell. Sonst werden die typischen Effekte nicht richtig sichtbar. Der Härtegrad, Größe und das Material der Pinselspitze beeinflussen ebenso. Übung ist beim Brushlettering wichtig. Nur so stellt sich ein Gefühl für den richtigen Druck auf den Stift bei Auf- und Abstrichen ein.

Tipp:

Achte unbedingt auf eine samtige Oberfläche. Reguläre Papiere schädigen die Brushpens sehr schnell. Achte bei Wasserfarben auf dickeres, saugfähiges Papier, damit sich das Papier nicht wellt.

 

Faux Calligraphy

faux-calligraphy-lettering-arten-all-things-craftyBei der Faux Calligraphy, also der falschen Kalligraphie imitiert man das Schriftbild einer Feder oder eines Pinselstiftes. Man schreibt mit einen regulären Stift. Überall da, wo Brushlettering oder Kalligraphie dickere Strichstärken erwarten würde – bei den Abstrichen – wird der Strich künstlich verbreitert. Dazu wird neben der entsprechenden Linie ein weiterer Strich gesetzt und der Zwischenraum ausgemalt. Ursprünglich wurde diese Technik als Übungsmittel für die “echte” Kalligraphie eingesetzt. Faux Calligraphy ist somit der Mittelweg unter den Lettering-Arten zwischen Handlettering und Brushlettering ist. Sicherlich begegnen dir auch Synonyme wie False Calligraphy oder Falsche Kalligraphie.

Tipp:

Faux Calligraphy gibt die Möglichkeit auch schwierigere Untergründe in der Anmutung eines Brushletterings zu bemalen! Somit kannst du z. B. auch auf Porzellan tolle Effekte erzielen.

5 Kommentare

  1. […] des Lettering-Doodles. Ich pause durch mein Papier durch und entscheide bei jedem Wort, welche der Lettering-Arten ich einsetzen möchte. Dementsprechend wähle ich dann meinen Stift aus. Wenn alle Wörter […]

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