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Wasserbasierte und alkoholbasierte Stifte

Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, was wohl die Basis meiner Stifte ist. Dann habe ich mich im letzten Urlaub durch ein Stifteparadies gekauft und habe Unterschiede beim Malen festgestellt. Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich die unterschiedlichen Basen. Aber wie unterscheiden sich wasserbasierte und alkoholbasierte Stifte? Und wann sollte man welche Stiftart benutzen?

Alkoholbasierte Stifte

Bei alkoholbasierten Stiften verfliegt das Trägermittel sehr schnell. Außerdem reagiert Alkohol nicht mit dem Papier. Dadurch wird das Papier nicht durchnässt und sie können nahezu unendlich geschichtet werden. Die Stifte sind nicht wasserlöslich und meist permanent. Dadurch eignen sie sich für eine Benutzung auf nahezu allen Untergründen.

große-fläche-wasserbasierte-vs-alkoholbasierte-StifteAlkoholbasierte Stifte werden vor Allem für großflächigere Illustrationen herangezogen. Außerdem ist der Auftrag maximal geringfügig streifig. Das Ergebnis wird also schön homogen.

durchbluten-wasserbasierte-vs-alkoholbasierte-stifteLeider bluten alkoholbasierte Stifte aber stark aus. Sowohl seitlich, als auch durch das Papier hindurch. Dadurch sind die Konturen nicht so scharf. Durchbluten lässt sich nicht vermeiden.

Verblenden auf dem Papier klappt auch sehr gut. Schädigung des Papiers bleibt aus und die Farbverläufe werden recht fein.

Wasserbasierte Stifte

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Bei wasserbasierten Stiften dauert die Trocknungszeit etwas länger. Einerseits kann man sich dadurch etwas Zeit lassen. Andererseits kann das Papier dadurch aber auch etwas durchweichen. Schichten erfordert dadurch mehr Sorgfalt. Auf größerer Fläche eignen sie sich weniger gut. Auch Verblenden auf dem Papier wird bei größerer Fläche nicht so homogen. Hingegen bluten sie in der Regel nicht aus. Dadurch werden die Konturen scharf.

blenden-wasserbasierte-stifte-aneinander

Wasserbasierte Stifte bieten durch ihre Basis viele Möglichkeiten bei Effekten. In Wasser getunkt, entsteht beim Schreiben ein Ombre-Effekt. Aneinander halten der Stifte ergibt einen graduellen Farbverlauf. Blenden auf dem Papier raut dieses leider schneller auf. Mit etwas Vorsicht geht das aber auch. Auf großer Fläche würde ich Verblenden mit diesen Stiften eher lassen.

Mit Wasser verdünnte Kleckse ergeben einen aquarellierten Hintergrund. Auch bei alkohlbasierten Stiften kann dieser Effekt vermischt mit Alkohol erzielt werden. Dafür bleibt aber viel weniger Zeit, weil der Alkohol schnell verfliegt und man die Farbe auch nicht mehr so leicht zwischen Träger und Papier verschieben kann.

Wann welcher Stift?

Bei Illustrationen gewinnt zweifelsohne der alkoholbasierte Stift. Feinere Striche löst ein wasserbasierter Stift besser. Daher eignen sich wasserbasierte Stifte besser fürs Lettering.

Soll in einem Buch gearbeitet werden, blutet der wasserbasierte Stift weniger aus.

Beide Stiftarten benötigen weiches, sattiniertes Papier. Beide erzielen z. B. auf dem Canson Bristol Block* anständige Ergebnisse in ihrem Segment.

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