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Lettering-Material – Das sind die Must-Haves

Bei all den schönen Inspirationen auf Social Media-Plattformen, kann man schon mal übermütig werden. Stifte in allen nur erdenklichen Farben, Lettering-Boards, Papier, Notizbücher, wunderschöne Zusatzwerkzeuge… Hachz, man kann sich dumm und dämlich einkaufen. Aber was brauchst du wirklich? Welche Anschaffung lohnt sich, wenn du erst mal ins Lettering schnuppern möchtest? Muss es wirklich schon direkt das teure Lettering-Material sein? Oder reicht etwas Günstigeres?

Bleistift

Beim Arrangement deines Letterings, werden dir Hilfslinien taugen. Außerdem hilft auch das Vorschreiben deiner Buchstaben. Hierzu solltest du einen möglichst weichen Bleistift auswählen. Stärke HB oder B ist ideal. Du kannst damit sanft über das Papier streichen, ohne das Papier durchzudrücken. Dadurch bleiben keine Rückstände sichtbar. Außerdem läuft der Stift dann beim Endergebnis nicht unschön in entstandene Rillen.

Mir reicht bisher ein ganz normaler Bleistift. Für präzisere Striche lohnt sich irgendwann vielleicht ein Fallminen- oder ein Druckminenbleistift. Beide haben aber auch Nachteile. Zunächst sind die Anschaffungskosten höher. Druckminenbleistifte machen präzise Striche und das Spitzen entfällt. Dennoch besteht die Gefahr von Kratzspuren auf dem Papier.

Radiergummi

Ein Radiergummi sollte schön weich sein. Dies hilft meist dabei, dass er gut radiert, ohne das Papier zu schädigen. Zusätzlich werden die Rückstände nicht zu klein und lassen sich somit leichter vom Papier entfernen. Ebenso achte ich darauf, dass er nicht eingefärbt ist. Mir reichen derzeit Blockradierer. Damit ist großflächigeres Radieren möglich.

Für kleine Flächen eignet sich ein Präzisionsradierer. Zu Anfang braucht man diesen aber nicht.

Spitzer

Solange die Klinge scharf ist reicht jeder Spitzer aus. Ich bevorzuge einen Spitzer mit integriertem Container. Das ist aber reine Faulheit.

Lineal

Ich benutze meist zwei Lineale. Ein Geodreieck misst wunderbar Abstände und Winkel. Bei längeren Linien hilft ein längeres Lineal. Transparente Lineale bieten eine gute Orientierung auf dem Untergrund. Eine rutschfeste Unterseite wäre schön, ist aber kein Must-Have.

Stifte

Fineliner, Ballpoint-Stift und Filzstift

lettering-material-handlettering-fineliner-ballpoint-filzmaler-all-things-craftyFineliner sind ein wichtiges Lettering-Material. Weil zufällig zu Hause vorhanden, benutze ich meist die Staedler Pigment Liner. Auch beim Stabilo point 88* habe ich auch noch keine negativen Erfahrungen beim Radieren gemacht. An jedem Fineliner stört mich aber, dass die Spitze sich merkt, wie mit ihr geschrieben wurde. Somit sind kaum Variationen in der Haltung möglich. Ebenso können sie auf dem Papier unschöne Kratzspuren hinterlassen.
Ballpoint-Spitzen, wie am Stabilo Trio 2 in 1*, sind meine Alternative. Dieser Stift erlaubt mir eine angenehmere Haltung einzunehmen. Ebenso halte ich ihn für kratzsicherer. Einzig die Strichstärke ist weniger fein.

Für dickere Linien eignet sich ein Filzstift. Ich nutze gerne den Stabilo Pen68* dank seiner festen Spitze. Der Edding 1300* hat eine vergleichsweise weiche Spitze, die schwerer kontrollierbar ist. Auch die Filzerseite des Stabilo Trio 2 in 1 ist fest, aber viel breiter. Beide Stabilo-Stifte erlauben durch ihre zulaufende Spitze je nach Haltung sowohl dickere, als auch dünnere Linien. Filzstifte sind aber kein wichtiges Lettering-Material für die Erstausstattung.

Brushpens

lettering-material-brushlettering-brushpens-all-things-craftyBeim Brushlettering kommst du um Pinsel oder Pinselstifte nicht drum herum. Brushpens sind vermutlich das erste Lettering-Material, das du nicht zu Hause hast.

Einsteiger bekommen meist Tombow Fudenosuke (hart oder weich) empfohlen. Die elastische, stabile Spitze verzeiht sowohl anfängliche Haltungsfehler, als auch falsches Papier. Dadurch können bereits zu Anfang schnell passable Ergebnisse erzielt werden. So bleibt der erste Frust wahrscheinlich aus. Ob weiche oder harte Variante, ist meiner Meinung nach für den Anfang Geschmacksache. Ich mag die harte Variante lieber.

Mein Einstieg war der Edding 1340. Es gibt ein 10-er-Set für den kleineren Geldbeutel. Der Edding 1340 hat eine elastische Spitze und vermittelt sehr schnell ein Gefühl für unterschiedliche Druckpunkte bei Auf- und Abstrichen unterschiedliche Druckpunkte.  Für mich ein klarer Vorteil gegenüber dem Fudenosuke. Dies zwingt von Anfang an eine gute Haltung einzunehmen. Achtung: Bitte auf glattes Papier achten, damit sie nicht ausfransen!

Natürlich wollen alle die Tombow Dual Brush Pens*. Auch diese sind Fasermaler mit elastischer Spitze und zusätzlich Präzisionsspitze. Keine Frage, sie sind toll und man kann wunderbar mit ihnen zeichnen. Für Fortgeschrittene meine persönlichen Lieblinge. Leider sind sie recht hochpreisig und Geduld lohnt sich hier. Solange man noch die Stifthaltung erlernen muss und vielleicht falsches Papier nutzt, macht man sich die Stifte viel zu schnell kaputt.

Papier

Papier ist für mich das wichtigste Lettering-Material. Beim Papier ist sparen meiner Meinung nach Fehl am Platz. Insbesondere, wenn man Brushlettering betreiben möchte. Wer seine Fasermaler nicht zerstören möchte, sollte unbedingt auf eine möglichst glatte Oberfläche achten.
Bei zu dünnem Papier drücken die Stifte durch. Auch Nachbessern oder Verblenden benötigen stärkeres Papier. Wer aquarellierte Hintergründe mag, braucht saugstarkes Papier. Insbesondere für intensive Übungen, sollte man auf gestrichenes, satiniertes Papier zurückgreifen.

Meine klare Empfehlung für den Einstieg ist Clairefontaine DCP Kopierpapier 100g/qm. Auf diesem Papier lassen sich Guides gut ausdrucken und es ist auch dick genug, dass keiner meiner Stifte durchdrückt. Dazu ist der Preis auch noch für Übungsaufgaben halbwegs vertretbar.

Für späteres Arbeiten zum Rahmen, eignet sich Mondi Color Copy Papier 300g/qm*. Auch der Canson Bristol Block XL 180g/qm* eignet sich für letzteres. Beide sind bei mir auch für Blending im Einsatz.

Was ich mir oft gewünscht hätte, war Entwurfpapier. Da es transparent ist, kann man es auf einen Guide oder ein Raster legen und durchpausen. Hier soll der Hahnemühle Entwurfsblock gut sein.

Empfohlenes Lettering-Material

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